Die Wurzeln

Afrikanischer Musik & des Reggae

Jeden Mittwoch
um 20.00 h
auf Radio oeins

Nächste moderierte Sendung: 7. Juni

Was ist One Drop?*

  • Alle Menschen sind gleichen Blutes

  • Ein Großteil der Pop-Kultur hat afrikanische Ursprünge, egal ob Jazz, Blues, R'n'B, Rock, Funk, Soul, Reggae, HipHop, Drum'n'Bass, Latino uvm.

    *»feel it in the one drop...« (Bob Marley)

  • Die Geschichte der Popularmusik im 20. Jahrhundert beweist, dass unsere Hörgewohnheiten von Afrikanischen Klängen gebildet sind. Das ist den meisten nicht mehr bewußt. ONE DROP bringt es wieder ins Gedächtnis. (Unsere Großeltern hatten schon Recht, wenn sie das alles als "Djungelmusik" bezeichneten...)

    ACHTUNG: Alle Künstler und Bands, die Reggae oder afrikanische Musik machen, sind immer herzlich eingeladen, sich und ihre Musik bei mir vorzustellen. (Ihr müsst natürlich nicht persönlich anwesend sein...). Auch wenn jemand Bands/Künstler kennt, die man vorstellen sollte, bitte ich um Vermittlung!!!

    Was gibt's zu hören?

  • Afrika betreffend habe ich (außer der Musik des Magrebs - also alles, was sich nördlich der Sahara abspielt) inzwischen sehr viel vorgestellt oder vertieft: Senegambischen Mbalax u.a. Klänge, alte u. neue Musik Malis, Guineas; viel alter u. neuer Highlife aus Westafrika von Guinea bis Nigeria; natürlich den berühmten Afrobeat Nigerias (und nicht nur von Fela Kuti!) sowie Juju und Fuji; die Cote D'Ivoire und Angola; die verschiedenen Musikstile des Kamerun, vieles aus Südafrika einschließlich seiner weitverbreiteten Chormusik; sehr viel alte (= Rumba congolaise) und neue Musik (=Zoukous) aus dem Congo; sowie auch Stile ostafrikanischer Länder von Kenia über Zimbabwe bis Madagaskar sowie Reggae und aktuelle Musik aus unterschiedlichen Ländern Afrikas, die sich immer mehr zu House und HipHop entwickelt.

    In Deutschland bekommt man immer noch schwer gute Afrikanische Musik. In vielen Städten und Läden sind die Verkäufer meist sehr ahnungslos oder desinteressiert. Der Markt außerhalb Deutschlands ist riesig: Schon in den beiden Bänden von R. Graham "Stern's guide to contemporary African Music", Vol I. u. II, 1988 u. 1992 sind etwa 10.000 LPs aufgeführt; zudem schätzte Graham seinerzeit die Produktion an Singles im 20. Jh. auf 100.000 hoch; es gibt afrikanische Stars, die haben in 30jährigen Karrieren 200 LPs veröffentlicht, Afrikas größter Hit "Sweet Mother" v. Nico Mbarga wurde in zehn Jahren etwa 25 Mio mal verkauft.

    Inhaltlich nehme ich mir in einer Sendung, oft aber über einige Wochen speziell eine Region und/oder deren Musikstile vor: Der Kontinent und seine Kultur sind sehr vielfältig.
    Erst seit wenigen Jahren entdecken Neulinge in den Diskos und Radios solche Musiken. Sie, aber leider auch viele Moderatoren oder Promoter, bringen aber immer noch zuviel durcheinander, indem sie alles über einen imaginären Kamm scheren oder mit platten Stil-Etiketten versehen ("Weltmusik"). Das bringt den Fans kein Verständnis nahe und hilft der Musik wenig.

  • Vom Reggae habe ich mittlerweile alle Formen vorgestellt: vom Ska, Rocksteady und den ersten Toastern (=Rapper; Rap ist 10 Jahre vor dem US-Rap auf Jamaika entstanden) über 80er Rub-a-Dub bis hin zu aktuellstem Roots und Dancehall. Ab und an gibt's auch mal Soca, Calypso oder Mento.

    Weil Deutschland, neben Jamaica (und den USA) inzwischen fast der wichtigste Reggaemarkt geworden ist, konzentriere ich mich seit einigen Jahren auf Reggae-Produktionen aus Deutschland. Erstens bin ich selbst sehr neugierig auf das, was hier läuft und außerdem wird die Qualität deutscher Reggaeproduktionen immer besser. Ohne (von mir ohnehin verhassten) Patriotismus meine ich, dass es sich lohnt, auf deutsche Reggae-Produktionen zu achten (und dabei nicht bei Gentleman stehen zu bleiben). Darüberhinaus bieten sich beim Reggae inhaltlich Schwerpunkte an (sei es das jamaicanische Patois, der Afrikanismus, Krieg, Liebe, Ganja und/oder Weihnachten etc.). Jährlich zum "Internationalen Frauen-Tag" gibt's Raggae (und afrikanischen Pop), der sonst eher von Männern dominiert ist, nur von weiblichen Künstlern. Aus speziellen Anlässen wie Geburts- oder Todestagen stelle ich ebenfalls einzelne Künstler vor. (Meinem Favoriten Dennis Brown habe ich im Laufe der Zeit vier Sendungen gewidmet.) Oder ich stelle Künstler vor, die aktuell in der Oldenburger Region spielen.

    Seit ca. einem Jahr habe ich als neues Feature in jeder Sendung eine "Foundation Time". Darin präsentiere ich zwei, drei "vergessene" oder kaum bekannte Musik oder Stücke der Musikgeschichte, um sie den jüngeren Hörern zugänglich zu machen oder den älteren in Erinnerung zu rufen.

  • und sonst?

  • Ich hatte Studiogäste aus Jamaika, Deutschland, Gambia, Senegal, Ghana, Elfenbeinküste, Kamerun, Cote D'Ivoire, Nigeria, Brazzaville, Congo, Mozambique, Tansania, Südafrika und Russland.
    Unterwegs, während Konzerten, wie auch im Studio habe ich Interviews geführt mit: Miriam Makeba, Junior Murvin, Dawn Penn, Stichie, Charlie Chaplin, Jasper van Hofft, Bernd "Sheriff" Lagemann", Sista Gracy, Ganjaman, Uwe Banton, Spruddy One, Mono & Nikitaman, Mellow Mark, Dr. Ring Ding, Jahcoustix, Nattyflo, Jah Meek, Brain Damage, Sam Gilly, Nosliw, Zion Train, Earl 16, Sebastian Sturm, Jamaram, Consious Fire, Manu Ranking, Raggabund, Uwe K., Curvin Murchin, Lady N. und vielen anderen.

  • Archiv

  • Die PLAYLISTE ist nach mehr als 17 Jahren Radioarbeit seeeehr lang. Bis Mai 2015 mehr als 3690 gespielte Titel in 423 Produktionen, davon ca. 1480 afrikanische Titel, der Rest Reggae, einige wenige Zouk oder Soca-Titel. Leider habe ich eine Zeit lang nicht alles eingetragen, es dürften also wesenlich mehr sein.
    Ich gebe ernsthaft Interessierten gerne discografische Tipps und bin selbst brennend am (seriösen) Austausch von Infos oder Musik ;-) interessiert.

  • Bereits in früheren Jahren habe ich auf Konzerten fotografiert; nach einer Pause habe ich seit 2006 wieder verstärkt auch Konzertfotos gemacht, die auf verschiedenen Webseiten zu sehen sind. Siehe dazu auf die Links.

  • Die Sendung wird vorproduziert. Trotzdem versuche ich, neben der Geschichte, aktuelle Nachrichten von übergeordnetem Interesse zu bringen, z.B. zu Bürgerkriegen in Afrika. Ich weiß, daß viele von den in Oldenburg lebenden Afrikanern ONE DROP hören. Deshalb moderiere ich oft zweisprachig in Englisch und Deutsch.

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